Satzung

für den Verein 
WohnKonzepte e.V.

§ 1 Name, Sitz, Dauer, Geschäftsjahr

  1. Der Verein führt den Namen WohnKonzepte e.V..
  2. Der Sitz des Vereins ist Gmund am Tegernsee. Der Verein ist im Vereinsregister München eingetragen (VR 208168)
  3. Der Verein wird für unbestimmte Dauer gegründet.
  4. Das Geschäftsjahr des Vereins ist das Kalenderjahr.

§ 2 Zweck des Vereins 

  1. Zweck des Vereins ist die Förderung von gemeinschaftlichen Wohnkonzepten. Zweck des Vereins ist es dementsprechend, die Errichtung neuer gemeinschaftlicher Wohnprojekte zu fördern und bestehende gemeinschaftliche Wohnprojekte zu unterstützen. Dabei wird ein besonderes Augenmerk auf gemeinschaftliches Wohnen als Alternativlösung zu Pflegeheimen, Alten- und Behindertenheimen gelegt.
  2. Der Zweck des Vereins ist damit auch die Bildungsarbeit für Erwachsene, Jugendliche und Kinder im Themenbereich des gemeinschaftlichen Wohnens. Dabei stehen die kulturellen, sozialen und ökologischen Aspekte zum Thema gemeinschaftlicher Wohnformen im Vordergrund.
  3. Die Verwirklichung dieser Ziele des Vereins wird erreicht durch Informations- und Beratungsangebote, durch Vermittlung von Fachkompetenz für Konzeption, Begleitung und Realisierung von gemeinschaftlichen Wohnprojekten sowie durch Errichtung und Pflege eines Netzwerkes. Darüber hinaus erfolgt die Zweckverwirklichung durch die Förderung eines Austausches unter den Interessierten durch Einrichtung entsprechender Plattformen. Schließlich wird der Zweck auch dadurch unterstützt, dass sowohl private als auch öffentliche Einrichtungen durch Vernetzung in die Prozesse einbezogen werden.

§ 3 Gemeinnützigkeit

  1. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.
  2. Zweck des Vereins im Sinne von § 52 II AO ist: 
    die Förderung von Alten- und Jugendhilfe
    die Förderung der Volks- und Berufsbildung
    die Förderung der Hilfe für Behinderte 

      3. Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie
eigenwirtschaftliche Zwecke. 

4. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwen-
det werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des
Vereins. Sie erhalten bei ihrem Ausscheiden aus dem Verein weder die
eingezahlten Beiträge zurück noch haben sie Anspruch auf das Vereins-
vermögen. 

5. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd
sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt
werden.

§ 4 Mitgliedschaft

  1. Mitglied des Vereins kann auf schriftlichen Antrag jede natürliche oder juristische Person werden, die den Zweck des Vereins zu unterstützen bereit ist.
  2. Der Verein besteht aus:

       – ordentlichen Mitgliedern, die sich der Vereinstätigkeit aktiv und kon-
tinuierlich persönlich widmen und die sich so für die Erfüllung der
Vereinszwecke einsetzen;

       – Ehrenmitgliedern, die sich um den Vereinszweck in besonderem Maße
verdient gemacht haben.

– Die ordentlichen Mitglieder haben Stimmrecht, die Ehrenmitglieder
beratende Stimme.

§ 5 Begründung und Beendigung der Mitgliedschaft

  1. Über den Antrag auf Aufnahme als ordentliches oder die Ernennung als Ehrenmitglied entscheidet der Vorstand. Der Antrag kann ohne Angabe von Gründen abgelehnt werden.
  2. Die Mitgliedschaft endet

            a)    durch den Tod des Mitglieds;

            b)    bei Auflösung einer juristischen Person; 

        c)    durch schriftliche, an den Vorstand zu richtende, jederzeit ohne
Einhaltung einer Kündigungsfrist mögliche  Austrittserklärung;

            d)    durch Ausschluss.

3. Ein Mitglied kann von der Mitgliedschaft ausgeschlossen werden,
wenn

              a) trotz zweimaliger Mahnung – kein Zahlungseingang des
Mitgliedsbeitrags zu verzeichnen ist oder

               b) ein grober Verstoß gegen die Vereinsinteressen festgestellt
wurde. 

Vor der Beschlussfassung über den Ausschluss ist dem Mitglied unter Setzung einer angemessenen Frist Gelegenheit zu geben, sich persönlich gegenüber dem Vorstand mündlich oder schriftlich zu rechtfertigen. Über den Ausschluss entscheidet der Vorstand. Der Beschluss über den Ausschluss ist schriftlich unter Angabe von Gründen dem Mitglied mittels eingeschriebenen Briefs bekanntzumachen.

§ 6 Mitgliedsbeiträge

Von den Mitgliedern können jährliche Mitgliedsbeiträge erhoben werden. Höhe und Fälligkeit sowie Ausnahmen werden in einer von der Mitglie-derversammlung zu beschließenden Beitragsordnung festgelegt. 

§ 7 Vereinsorgane

Organe des Vereins sind

       a) Vorstand

       b) Mitgliederversammlung

§ 8 Der Vorstand 

  1. Der Vorstand im Sinne des § 26 BGB besteht aus bis zu vier Personen.
  2. Zum Vorstand können nur Mitglieder des Vereins gewählt werden. 
  3. Die Mitglieder des Vorstandes werden für die Dauer von fünf Jahren
    von der Mitgliederversammlung gewählt. Wiederwahl ist möglich. 
  4. Jedes Vorstandsmitglied ist einzeln zu wählen. Gewählt ist, wer die Mehrheit der gültigen Stimmen auf sich vereinigt.
  5. Scheidet ein Vorstandsmitglied vorzeitig aus, kann der Vorstand für die restliche Amtszeit des Ausscheidenden einen Nachfolger wählen.
  6. Der Vorstand bestimmt den Vorsitzenden und den/die Stellvertreter aus seiner Mitte.
  7. Jedes Mitglied des Vorstands hat Einzelvertretungsbefugnis. Die stellvertretenden Vorstände sind jedoch im Innenverhältnis auf den Fall der Verhinderung des Vorsitzenden beschränkt.
  8. Der Vorstand fasst seine Beschlüsse mit einfacher Mehrheit in der Regel in Sitzungen. Er kann seine Beschlüsse im schriftlichen Verfahren fassen, wenn alle Vorstandsmitglieder zustimmen. 
  9. Sitzungen des Vorstandes finden bei Bedarf statt. Vorstandssitzungen haben zweimal im Jahr stattzufinden. Auf Verlangen von zwei Vorstandsmitgliedern muss eine Sitzung zum nächstmöglichen Zeitpunkt stattfinden.
  10. Der Vorstand beruft seine Sitzungen mit einer Frist von 14 Tagen ein. Die Einberufung der Sitzung erfolgt durch den Vorsitzenden und ist jedem Vorstandsmitglied schriftlich, auch elektronisch zu übermitteln. Jedes Vorstandsmitglied ist berechtigt, Punkte zur Tagesordnung anzumelden. Die Anmeldung hat spätestens 7 Tage vor der jeweiligen Sitzung stattzufinden und ist vom Vorsitzenden nach Ende des letzten Tages der Frist an alle Vorstände zu übermitteln.
  11. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mindestens der Vorsitzende und ein weiteres Vorstandsmitglied anwesend sind. Beschlüsse des Vorstandes werden mit einfacher Mehrheit gefasst. Die Stimme des Vorsitzenden zählt doppelt.
  12. Jedes Vorstandsmitglied hat das Recht, für die Sitzung fachkundige Berater hinzuzuziehen.
  13. Der Vorstand führt die Geschäfte des Vereins nach Maßgabe dieser Satzung und der einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen. Er hat die Stellung eines gesetzlichen Vertreters. 
  14. Der Vorstand ist für alle Angelegenheiten des Vereins zuständig, die nicht durch die Satzung der Mitgliederversammlung zugewiesen sind. 
  15. Er hat insbesondere folgende Aufgaben:

       – Realisierung des Vereinszwecks

       – Vorbereitung der Mitgliederversammlung

       – Ausführung der Beschlüsse der Mitgliederversammlung

       – Aufstellung des Haushaltsplans für jedes Geschäftsjahr

       – Buchführung

       – Erstellung des Jahresberichts

       – Begründung, Änderung und Beendigung von Arbeitsverhältnissen
–  Beschlussfassung zu Mitgliedschaftsfragen 

16. Der Vorstand erledigt die laufenden Angelegenheiten des Vereins.
Näheres regelt der Vorstand in einer Geschäftsordnung nebst
Geschäftsverteilungsplan.

17. Der Vorstand kann Geschäftsstellen errichten.

18. Die Haftung des Vorstandes ist auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit
beschränkt.

19. Der Vorstand kann zur Behandlung einzelner Aufgaben Personen
außerhalb des Vorstandes sowie externe Fachkräfte einsetzen.

§ 9 Die Mitgliederversammlung

  1. Die Mitgliederversammlung ist zuständig für

  a. Genehmigung des vom Vorstand vorgelegten Haushaltsplanes für das
nächste Geschäftsjahr,

  b. Entgegennahme des Jahres- bzw. Tätigkeitsberichts des Vorstands,

  c. Feststellung des Jahresabschlusses,

  d. Beschlussfassung über die Beitragsordnung,

  e. Wahl zweier Kassenprüfer oder Kassenprüferinnen, die nicht Mitglieder
des Vereins sein müssen und die nicht dem Vorstand angehören dürfen,

  f. Beschlussfassung über Änderungen der Satzung und über die Auflösung
des Vereins,

  g. Wahl der Vorstandsmitglieder,

  h. Beschlussfassung über Anträge, die mit einfacher Mehrheit gefasst
werden,

  i.   Entlastung des Vorstandes.

2. In der Mitgliederversammlung hat jedes anwesende Mitglied eine
Stimme. Zur Ausübung des Stimmrechts kann kein anderer bevoll-
mächtigt werden.

§ 10 Sitzungen der Mitgliederversammlung 

  1. Mindestens einmal jährlich findet eine Mitgliederversammlung statt.
  2. Die Mitgliederversammlung wird durch den Vorstandsvorsitzenden unter Beifügung der Tagesordnung mit einer Frist von vier Wochen postalisch oder per E-Mail einberufen. Das Datum des Einladungs-schreibens und der Tag der Sitzung werden dabei nicht mitgerechnet. Die Einladung gilt als zugegangen, wenn sie an die letzte dem Verein durch das Mitglied schriftlich mitgeteilte Adresse gesendet wurde.
  3. Anträge zur Mitgliederversammlung müssen dem Vorstand mindestens 14 Tage vor dem Sitzungstermin schriftlich mitgeteilt werden.
  4. Der Vorstand kann jederzeit eine außerordentliche Mitgliederver-sammlung einberufen. Diese muss einberufen werden, wenn das Interesse des Vereins es erfordert oder wenn die Einberufung von einem Zehntel der Mitglieder oder der Mehrheit der Mitglieder des Vorstandes schriftlich unter Angabe des Zwecks und der Gründe verlangt wird.
  5. Die Mitgliederversammlung ist nicht öffentlich. Die Versammlungs-leitung kann Gäste zulassen.
  6. Über die Mitgliederversammlungen sind Protokolle zu fertigen, die von dem Protokollführer und der Versammlungsleitung zu unterzeichnen sind.

§ 11 Beschlussfähigkeit der Mitgliederversammlung; Abstimmung, Wahlen

  1. Die ordnungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der anwesenden stimmberechtigten Vereins-
    mitglieder beschlussfähig.
  2. Die Mitgliederversammlung fasst ihre Beschlüsse mit einfacher Mehrheit der von den stimmberechtigten Mitgliedern abgegebenen gültigen Stimmen, soweit diese Satzung nichts anderes bestimmt.
  3. ZurÄnderung der Satzung, zur Änderung des Vereinszwecks oder zur Auflösung des Vereins bedarf es einer Mehrheit von 75 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen.
  4. Die Abstimmung muss geheim erfolgen, wenn ein Drittel der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder dies beantragt.

§ 12 Vergütungen  

  1. Die Mitglieder der Vereinsorgane nehmen ihre Aufgaben grundsätzlich ehrenamtlich wahr. 
  2. Die Mitglieder des Vorstandes können haupt- oder nebenamtlich für den Verein tätig sein und eine angemessene Vergütung erhalten. Der Umfang der Vergütungen darf nicht unangemessen hoch sein. Maßstab der Angemessenheit ist die Ortsüblichkeit.
  3. Im Falle einer hauptamtlichen, vergüteten Tätigkeit ist ein Dienstvertrag zwischen dem Verein und dem Vorstandsmitglied zu schließen. Für den Verein wird der Vertrag durch den Gesamtvorstand als Vertretungsorgan des Vereins geschlossen. Die Vorstandsmitglieder sind vom Selbstkontrahierungsverbot des § 181 BGB befreit. Gleiches gilt für die Änderung und die Beendigung des Dienstvertrages.
  4. Im Rahmen der haushaltsrechtlichen Möglichkeiten können an Mit-glieder der Vereinsorgane im übrigen eine Aufwandsentschädigung nach §3 Nr. 26/26a EstG gezahlt oder die Ämter entgeltlich auf Grund-lage eines Dienst- oder Werkvertrags ausgeübt werden. Die Entschei-dung hierüber trifft ebenfalls der Vorstand. Das gilt auch für Vertrags-bedingungen und Vertragsinhalte sowie für eventuelle Vertrags-beendigungen. 
  5.  Die Mitglieder und Mitarbeiter des Vereins haben zudem einen Aufwandsentschädigungsanspruch nach § 670 BGB. Fahrtkosten, Reisekosten, Porto, Telefon und andere ihnen durch die Vereinsarbeit entstandene Kosten werden gegen Nachweis erstattet, sofern die Belege bzw. Kostenaufstellungen in ordnungsgemäßem Zustand vorliegen. Der Vorstand kann per Beschluss im Rahmen der steuerrechtlichen Möglichkeiten die Grenzen über die Höhe des Aufwendungsersatzes nach § 670 BGB festsetzen. 

§ 13 Auflösung des Vereins und Anfallberechtigung

  1. Die Auflösung des Vereins kann nur in einer zu diesem Zweck einberufenen außerordentlichen Mitgliederversammlung beschlossen werden.
  2. Sofern die Mitgliederversammlung nichts anderes beschließt, sind die Mitglieder des Vorstandes gemeinsam vertretungsberechtigte Liquidatoren. Rechte und Pflichten der Liquidatoren bestimmen sich nach den Regelungen für den Vorstand, im übrigen nach den Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuches (§§ 47 ff BGB).
  3. Bei der Auflösung oder der Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des Vereins an FORUM Gemeinschaftliches Wohnen e. V., Bundesvereinigung, Hildesheimer Straße 15, 30169 Hannover, Vereinsregister Hamburg Nr. VR 13509, als gemeinnützig anerkannt vom Finanzamt Hannover-Nord, Steuer Nr 25/206/41090, der es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige Zwecke zu verwenden hat.
  4. Beschlüsse über die Änderung der Vorgaben in § 15 (3) dieser Satzung dürfen nur in Abstimmung mit dem zuständigen Finanzamt durchgeführt werden.

§ 14 Inkrafttreten der Satzung

Die vorstehende Satzung wurde auf der Gründungsversammlung am 15.03.2019  beschlossen.

  1. Markus Römisch
  2. Dorothee Römisch
  3. Herrmann Singldinger
  4. Petra Singldinger
  5. Eva-Maria Schönenberg
  6. Helga Lengfeld
  7. Barbara Lengfeld